. Ziyaretçi


Okunma Sayýsý: 3638

Bu Sayýdaki Diðer Yazýlar

Metni Yazdýr

KÖPRÜ Dergisini web üzerinden www.kitapyurdu.com adresinden satýn alabilirsiniz.

Kampanyamýzdan yararlanarak dergimizin eski sayýlarýna uygun fiyata sahip olabilirsiniz týklayýn.


 KÖPRÜ / Yaz 98 
 Ýslamî Hizmet Metodlarý
 KÖPRÜ / Bahar 94 
 Bediüzzaman’ýn Görüþleri Iþýðýnda Doðu ve Güneydoðu Hadiselerinin Gerçek Reçetesi


Copyright © 2006
KÖPRÜ Dergisi
Her Hakký Saklýdýr

Laiklik ve Sekülerizm
Yaz 95   [ 51. Sayý ]


Das Oberste Zeichen

Bediüzzaman Said Nursi

Sechster Punkt

Die sechs Richtungen des Koran sind alle leuchtend, sie alle demonstrieren Wahrhaftigkeit und Wirklichkeit. Unter ihm sind die Pfeiler des Arguments und des Beweises. Über ihm glitzern die Lichtgarben der Wunderhaftigkeit. Vor ihm und als Ziel sind die Glücksgeschenke beider Welten. Hinter ihm ist seine Stütze, die Wahrheiten der himmlischen Offenbarung. Zu seiner Rechten ist die Bestätigung durch Zeugnisse, herbeigeführt durch zahllose gesunde Menschenintellekte. Zu seiner Linken ist die ernste Versicherung und die aufrichtige Hingabe und Hingezogenheit von gesunden Herzen und unbefleckten Gewissen. Diese sechs, zusammengenommen, beweisen, dass der Koran eine aussergewöhnlich wunderhafte, feste und unbezwingliche Burg ist, die von der Erde zum Himmel hochreicht. Auch wurde in den vorigen sechs Punkten bestätigt, dass der Koran die Wahrheit selber ist, dass der Koran wahrhaftig ist, dass er nicht Menschenwort ist, noch dem Irrtum unterworfen ist. Diese sechs Punkte zeigen Gott als Lenker dieses Kosmos, dessen beständige Herrschaft darin liegt, die Schönheit in der Schöpfung manifest zu machen, Gutheit und Ehrlichkeit zu schützen, Falschheit und Lüge zu zerstören und auszurotten. Er (Gott) gab dem Koran die begehrteste, die höchste, die dominanteste Station der Hochachtung und Stufe des Erfolgs in der Welt. Und Gott hat dadurch den Koran bestätigt und unterzeichnet. Die Quelle des Islam, der Interpret des Koran Mohammed, der mehr als alle anderen an ihn glaubte und ihn hochschätzte, befand sich bei der offenbarung in einem Trancezustand. Im normalen Zustand konnten seine anderen Worte ihn (Koran) nicht erreichen und ihm nicht ähneln. Aber trotz seiner ungeschulten Natur brachte er mittels des Koran ohne Zögern und mit äusserster Zuversicht wahre Verkündigungen hinsichtlich Vergangenheit und Zukunft hervor. Dies tat er unter dem prüfenden Blick aufmerksamer Augen, aber kein Irrtum wurde an ihm beobachtet. Jener Interpret glaubte und billigte mit all seinen Kräften jede Vorschrift des Koran, und nichts konnte ihn erschüttern. Dies ebenfalls begründet einen Beweis von der himmlischen und wahrhaftigen Natur des Koran und von der Tatsache, dass er das gesegnete Wort des Gnadenvollen Schöpfers ist.

Die fromme und hinreissende Anhänglichkeit eines Fünftels der Menschheit oder sogar des Hauptteils der Menschheit an den Koran, die glühende, wahrheitverehrende Achtsamkeit, die sie seinen Geboten zollen; die Tatsache, dass sich durch das Zeugnis zahlreicher Hinweise, Visionen und Enthüllungen die Dschinns, die Engel und Geistwesen wie Motten versammeln, wo immer der Koran rezitiert wird-dies ist ein Hinweis, dass der Koran das am weitesten akzeptierte Buch im Kosmos ist und den höchsten Platz der Hochachtung einnimmt.

Die Tatsache, dass alle Menschenklassen, vom Niedrigsten und Dümmsten bis zum Geschultesten und Intelligentesten, vollen Nutzen ziehen aus der Lektion des Koran und seine tiefgründigsten Wahrheiten erfassen; und die Tatsache, dass jede Klasse von Gelehrten, die sich mit Hunderten von verschiedenen Zweigen der Islamischen Wissenschaft beschäftigt, und besonders die Gelehrten des Heiligen Gesetzes, der Prinzipien der Religion und der Theologie, dass also jede Gelehrtenklasse ihre Bedürfnisse erfüllt findet und ihre Fragen vom Koran beantwortet-dies ist ein Beweis, dass der Koran eine Quelle der Wahrheit und eine Lagerstätte der Wahrhaftigkeit ist.

Die Schriftsteller der Araber, die befähigsten Rhetoriker in Literatur und jene, die gegen den Islam opponierten und in der Beredsamkeit dem Koran gleichkommen wollten, scheiterten bis heute daran, eine einzige Sure gleich an Beredsamkeit wie jene des Koran zu schaffen, und dabei ist die Beredsamkeit des Koran bloss ein Aspekt von sieben seiner Wunderhaftigkeit. Und sie scheiterten, obwohl sie sich gross anstrengten, der Herausforderung des Koran zu begegnen. Zusätzlich konnten die gefeierten Rhetoriker und talentierten und berühmten Gelehrten und Genies, die Ruhm gewinnen wollten, indem sie Einwände erhoben, nicht einem einzigen Aspekt der Wunderhaftigkeit des Koran entgegentreten und mussten schweigend bleiben. All dies ist ein weiterer Hinweis, dass der Koran ein Wunderwerk und jenseits der menschlichen Kapazität ist.

Der Wert, die Erhabenheit und die Beredsamkeit der Worte ist daran zu messen, von wem sie kamen, zu wem sie kamen und für welche Zwecke sie kamen, und von diesem Standpunkt ist der Koran ohne Ebenpart und ist unerreichbar. Denn der Koran ist eine Anrede und Sprache durch den Herrn und Schöpfer aller Welten, eine Äusserung bar eines Zeichens, das die Möglichkeit anzeigen könnte, er wäre eine List oder eine Nachahmung. Er ist adressiert an den, der delegiert ist, alle Menschen zu repräsentieren oder sogar alle Geschöpfe, adressiert an den Gefeiertsten und Berühmtesten der Menschenrasse. Und die Stärke und die Breite seines Glaubens liess den Islam erstehen und erhob ihn zur Station von

"die Distanz von zwei Bogensehnen ". Der Koran erläutert und erklärt den erhabensten und ausgedehntesten Glauben, und dieser enthält alle Angelegenheiten, die sich auf das Glück in dieser Welt und im Jenseits beziehen, auf die Schöpfung des Kosmos und auf die innewohnenden fürstlichen Zwecke und auf all die Wahrheiten des Islam. Der Koran zeigt, dass jede Ecke der Schöpfung wie eine Karte ist, eine Uhr oder ein Haus, und all diesem bekundet und gibt er Unterweisung in der Sprache des Machers selbst. Es ist dann natürlich unmöglich, dergleichen wie den Koran der Wunderhaften Darlegung zu schaffen oder seinen Grad des Wunderwerks zu erlangen.

Dann ebenfalls, die zahllosen Vorzüge des Koran, seine feinen Punkte, Eigentümlichkeiten, Mysterien und erhabenen Deutungen, wie auch seine zahlreichen Voraussagen von Angelegenheiten, die zum Ungesehenen gehören, erläutert, bewiesen und gebilligt durch Beweise und Zeugnisse von tausenden erfahrenen Gelehrten hoher Intelligenz und Scharfsichtigkeit, die Kommentare zum Koran in dreissig, vierzig und sogar siebzig Bänden schrieben; besonders die Vorzüge und Feinheiten des Koran, die einzeln mit überzeugenden Argumenten in einem der einhundertdreissig Bände des Risale-i Nur festgesetzt sind, besonders die Abhandlung über die Wunder des Koran (die Zweite Station des Zwanzigsten Wortes), welches die Eisenbahn, das Flugzeug und viele Zivilisationswunder aus dem Text des Koran ableitet; der Erste Lichtstrahl (die Koranischen Hinweise), der die koranischen Hinweise auf das Risale-i Nur und auf die Elektrizität aufzeigt, die im Koran enthalten sind; die acht kurzen Abhandlungen (genannt die acht Mysterien), die zeigen, wie gutgestaltet und durchtränkt mit Geheimnis und Bedeutung die Buchstaben des Koran sind; und die kurzen Abhandlungen, welche die fünf Aspekte der Wunderhaftigkeit des letzten Verses der Sure-i Feth aufzeigen, wie auch die Wahrheit und das Licht des Koran, das in jedem Band des Risale-i Nur enthalten ist-all das Obige ist ein Hinweis auf die Einzigartigkeit des Koran, auf die Tatsache, dass er ein Wunderwerk und ein Erstaunliches ist, dass er die Zunge des Ungesehenen ist, die zur anschaulichen Welt kommt,die Sprache des Einen, Der Ausgestattet ist mit der Erkenntnis des Ungesehenen.

Auf Grund der zuvor erwähnten Vorzüge und Eigenschaften des Koran, angedeutet in sechs Punkten, sechs Richtungen und sechs Stationen, beleuchtete seine grossartige und leuchtende Herrschaftsgewalt, seine prächtige und heilige Autorität beständig die Gesichter der Jahrhunderte, sogar das Angesicht der Erde für dreizehnhundert Jahre und erhielt den äussersten Respekt. Wiederum auf Grund dieser Eigenschaften, gewann jeder Buchstabe des Koran die Auszeichnung, wenigstens zehn Belohnungen, zehn Vergeltungen und zehn immerbleibende Früchte zu gewähren. In der Tat, jeder Buchstabe gewisser Verse und Suren bringt einhundert, eintausend und mehr Früchte, und zu gewissen gesegneten Zeiten steigt das Licht, die Belohnung und der Wert eines jeden Buchstabens von zehn auf hundert. Der Wanderer nimmt dies wahr und sagt zu seinem Herzen:

"Der Koran ist auf diese Weise wunderhaft in jeder Hinsicht, durch den Konsens seiner Suren, durch die Übereinstimmung seiner Verse, durch die Kongruenz seiner Lichter und Mysterien und durch die Entsprechung seiner Früchte und Schätze; und er gibt Zeugnis für die Existenz, die Einheit, die Attribute und die Namen des Notwendig Existierenden in solch offenkundiger Weise, dass gesagt werden kann, dass das unbegrenzte Zeugnis aller Leute des Glaubens aus ihm hervorgegangen ist. "

In kurzer Anspielung auf die Lektion über göttliche Einheit und Glauben, die der Wanderer aus dem Koran zog, wurde in der Siebzehnten Stufe des Ersten Teils gesagt:

"Es gibt keinen Gott ausser Gott, dem Einen und dem Einheitlichen Präger, dem Notwendig Existierenden. Auf Dessen Notwendige Existenz in Einheit zeigt der Koran der Wundersamen Darlegung, das Buch, akzeptiert und begehrt von allen Arten der Engel, der Menschen und der Dschinns, dessen Verse jede Minute des Jahres gelesen werden, mit äusserster Hochachtung, durch hunderte von Millionen Menschen, dessen heilige Herrschergewalt über die Religionen der Erde und über das Universum und über das Gesicht der Zeit permanent ist, dessen spirituelle und leuchtende Autorität über die Hälfte der Erde und ein Fünftel der Erde hinwegglitt, für mehr als vierzehn Jahrhunderte, mit der äussersten Pracht. Zeugnis und Beweis wird auch gegeben durch die Einmütigkeit seiner heiligen und himmlischen Suren, die Kongruenz seiner Mysterien und Lichter, die Übereinstimmung seiner Früchte und Wahrheiten, durch Bezeugen und klare Vision. "

Unser Wanderer, unser Reisender durch das Leben, wusste nun, dass der Glaube das kostbarste Kapital ist, das der Mensch haben kann, denn er gewährt dem bedürftigen Menschen nicht irgendein vorübergehendes und vergängliches Feld oder Häuslein, sondern einen Palast, in der Tat ein ewiges Königreich, so riesig wie der gesamte Kosmos oder die Welt selber. Der Glaube gewährt auch dem vergänglichen Menschen alles, was er für das ewige Leben braucht, er befreit vor der ewigen Vernichtung den erbärmlichen Menschen, der am Galgen auf die Ankunft des Schicksals wartet; und öffnet dem Menschen einen ewigen Schatz der immerwährenden Glückseligkeit. Der Wanderer sagt dann zu sich selbst:

"Voran! Um einen weiteren Grad unter den unbegrenzten Graden des Glaubens zu gewinnen, lasst uns verweisen auf die Gesamtheit des Kosmos und hören, was er sagt. Wir werden dann fähig sein, die Lektionen zu vervollkommnen und zu beleuchten, die wir von seinen Komponenten und Teilen erhalten haben. "

Er schaut durch das breite und umfassende Teleskop, das er vom Koran genommen hat, und er sieht den Kosmos so bedeutungsvoll und gutgeordnet, dass er die Gestalt eines personifizierten Buches des Glorreich-Einen annimmt, ein Gestalt gewordener fürstlicher Koran, ein schön geschmückter göttlicher Palast, eine richtig geordnete Stadt des Mitfühlend-Einen. All die Suren, Verse und Worte dieses Buches, sogar seine eigentlichen Buchstaben, Kapitel, Teile, Seiten und Zeilen: durch ihr beständiges bedeutungsvolles Werden und Vergehen, durch ihre weisen Wandlungen und Veränderungen, geben all diese einmütig Ausdruck für die Existenz und Gegenwart des Erkennens aller Dinge und des Machthabers aller Dinge als den Autor des Buches, des Glorreichen Beschrifters und des Perfekten Schreibers, der alle Dinge in allen Dingen sieht und die beziehung aller Dinge zu allen Dingen kennt, so auch alle Komponenten und Arten, Teile und Teilchen des Kosmos, all seine Bewohner und Inhalte, all seine Einnahmen und Ausgaben, all die vorausschauenden Wandlungen und weisen Prozesse der Verjüngung, die darin geschehen-diese verkünden einhellig die Existenz und die Einheit eines erhabenen Künstlers, eines unvergleichlichen Machers, der sich mit grenzenloser Kraft und unbegrenzter Weisheit ans Werk setzt. Das Zeugnis und das Bekenntnis dieser zwei grossen und umfassenden Wahrheiten haben die Grösse des Weltalls und sie beweisen das grosse Bekenntnis des Weltalls.

Die erste Wahrheit

Da sind die Wahrheiten des Geschaffenseins und des Möglichseins, begründet mit zahllosen Beweisen durch die begabten Gelehrten der Prinzipien der Religion und der theologischen Wissenschaft, wie auch durch die wissensreichen Männer und Weisen des Islam. Sie sagten, dass die Welt vergänglich und erschaffen sein muss, da Wechsel und Veränderung in der Welt und in allen Dingen zu beobachten sind; sie kann nicht anfangslos und nicht ewig sein. Wenn sie erschaffen ist, dann muss es einen Macher geben, der sie erschaffen hat. Und wenn im Wesen eines Dinges keine Ursache zu finden ist, weder für sein Dasein noch für sein Nichtdasein, so dass beide möglich sind, kann dieses Ding nicht zwanghaft notwendig und nicht ewig sein.

Mit überzeugenden Argumenten wurde fernerhin bewiesen, dass es für alle Dinge nicht möglich ist, sich gegenseitig zu erschaffen, da dies die absurde und falsche Vorstellung von Abstammungslehre und wesensmässiger Verkettung und Verästelung beinhalten würde. Daher wird die Existenz eines Absolut Notwendig Existierenden nötig, dessengleichen nicht existieren kann, dessen Ebenbild unmöglich ist, und alles ausser ihm ist von ihm aus Nichts erschaffen worden, und es liegt im Bereich seiner Möglichkeiten, etwas ins Dasein zu rufen oder nicht.

Ja, die Wahrheit des Geschaffenseins hat den ganzen Kosmos durchdrungen, und viele Beispiele davon sind dem Auge sichtbar; und den Rest sieht nur der Verstand. Denn vor unseren Augen stirbt eine gesamte Welt in jedem Herbst, und zusammen mit ihr sterben hunderttausende von verschiedenen Arten von Pflanzen und Kleintieren, und jedes Mitglied einer jeden Art ist wie ein kleiner Kosmos für sich. Jedoch ist es so ein geordneter und disziplinierter Tod, dass alle Dinge an ihrer Stelle Samen und Eier und Kerne zurücklassen, die im Frühling die Mittel zur Auferstehung und Wiedergeburt, zu Wundern der Gnade und Weisheit, zu Wundern der Kraft und Erkenntnis werden sollen. Sie übergeben den Samen und den Eiern und den Kernen ihr Buch der Taten und die Pläne der Aktion, vertrauen sie dem Schutz und der Weisheit des Glorreichen Hüters an und erst dann sterben sie.

Im Frühling kommen die toten Bäume, Wurzeln und ein Teil der Kleinlebewesen wieder zum Leben, genauso wie sie waren, und so liefern sie hunderttausende Beispiele, Proben und Beweise der obersten Auferstehung. An ihrer Stelle kommt ein Teil des obigen als total Ähnliches oder fast Ähnliches ins Dasein und Leben, und so werden die Buchseiten des Wesens des voranschreitenden Frühlings veröffentlicht, zusammen mit ihren Taten und Funktionen, gerade wie eine Werbung. So demonstrieren sie die eine Bedeutung des Verses,

"Wenn die Seiten aufgerollt werden. "

In Hinsicht auf das Gesamte stirbt dann im Herbst eine grosse Welt, und in jedem Frühling tritt eine frische Welt ins Dasein hervor. Dieser Tod und diese Schöpfung schreiten in so geordneter Weise, und das Sterben und Erschaffen so vieler Arten geschieht in einer solchen Regelmässigkeit und Ordnung, dass es ist, als ob die Welt eine Herberge wäre, wo die Lebewesen für eine bestimmte Zeit wohnen, wo wandernde Welten und durchziehende Reiche kommen, ihre Pflichten erfüllen und dann gehen.

So ist allen Intellekten offensichtlich, mit der Klarheit der Sonne, die absolut notwendige Existenz, die unbegrenzte Kraft und die unendliche Weisheit eines Glorreichen Wesens, Das in dieser Welt vitale Reiche und zweckhafte Wesen erschafft und ins Dasein bringt, mit volkommener Weisheit,Erkenntnis und Gleichgewichtigkeit, mit Balance, Ordnung und Regelmässigkeit, und dieses Wesen beschäftigt sie dann für fürstliche Zwecke, göttliche Ziele und mitleidige Absichten, mit voller Kraft und Gnade. Wir überlassen dem Risale-i Nur und den Büchern der Theologen die weitere Diskussion der Angelegenheiten, die sich auf das Geschaffensein beziehen.

Was die individuelle Erschaffensmöglichkeit anbelangt, so beherrscht sie und umfasst sie den gesamten Kosmos. Denn wir sehen, dass alle Dinge, allgemein und partikular, gross und klein, von Gottes Thron herab bis zum Boden, vom Atom bis zum Planeten, zur Welt gesandt sind mit einer partikularen Wesenheit, mit spezifischer Form, mit einer deutlichen Identität, mit besonderen Attributen, weisen Eigenschaften und wohltätigen Organen. Um nun diese partikulare Wesenheit und Kernigkeit mit ihren Eigentümlichkeiten auszustatten, genommen aus den verfügbaren unbegrenzten Möglichkeiten; um sie in ihre spezifische, deutliche und angemessene Form zu kleiden, genommen aus den Möglichkeiten und Wahrscheinlichkeiten, die so zahlreich sindwie die Formen, die empfangen werden können; um das Ding mit der Identität auszuzeichnen, die ihm passt, genommen aus den Möglichkeiten so zahlreich wie die anderen Mitglieder seiner Art; um mit speziellen, passenden und wohltätigen Attributen das geschaffene Objekt auszustatten, das formlos und zögernd ist inmitten der Möglichkeiten und Wahrscheinlichkeiten, die so zahlreich sind wie die Mannigfaltigkeiten und Grade; um jenem ziellosen Geschöpf, verwirrt und gezerrt inmitten der unzähligen Möglichkeiten und Wahrscheinlichkeiten, die aus der Unbegrenztheit der annehmbaren Pfade und Modalitäten kommen-um dem Geschöpf kluge Eigenschaften anzuheften und es mit ihnen auszustatten-muss man erkennen, dass all dieses Anzeichen, Beweise und Bestätigungen für die absolut notwendige Existenz, unbegrenzte Kraft und unbeschränkte Weisheit des Absolut Notwendig Existierenden ist. Der Notwendig Existierende zeichnet, arrangiert, und spezifiziert den Kern und die Identität, die Form und die Gestalt, die Eigenschaft und die Situation aller individuell möglichen Dinge, seien sie allgemeine oder partikulare. Sie deuten auch an, dass kein Objekt und keine Sache vor Ihm (Gott) verborgen ist, dass nichts für Ihn schwierig ist, dass die grösste Sache so leicht für Ihn ist wie die kleinste, dass Er einen Frühling so leicht wie einen Baum erschaffen kann, und einen Baum so leicht wie einen Samen. All diese Zeichen, Hinweise und Zeugen gehören dann zur Wahrheit der Möglichkeit und bilden eine Schwinge des grossen Zeugnisses, geboren durch den Kosmos.

Da das Zeugnis des Kosmos, mit seinen zwei Schwingen und Wahrheiten, voll begründet und erklärt ist in verschiedenen Teilen des Risale-i Nur und besonders im Zweiundzwanzigsten Wort und im Zweiunddreissigsten Wort, wie auch im Zwanzigsten Brief und im Dreiunddreissigsten Brief, weisen wir unsere Leser auf diese Schriften hin und verkürzen eine extrem lange Geschichte.

Die zweite Wahrheit

Was die zweite Wahrheit anbelangt, so ist sie von der Grösse des Kosmos, die auch die zweite Schwinge ihres grossen und universalen Zeugnisses ist, und es verhält sich folgendermassen:

Man sieht die Wahrheit der Kooperation unter diesen Dingen und Wesen, die einzeln versuchen, ihre Existenz aufrechtzuerhalten, ihr Dasein zu schützen und ihre Funktionen zu erfüllen inmitten beständiger aufrührender Wandlungen und Revolutionen-eine Wahrheit, die weit jenseits ihrer Kapazitäten liegt.

Beispielsweise, die Elemente eilen, um den Lebewesen zu helfen; die Wolken, um dem Pflanzenreich zu helfen; das Pflanzenreich, um dem Tierreich zu helfen; das Tierreich, um dem Menschenreich zu helfen. Milch quillt aus der Brust wie der Paradiesquell, um dem Baby zu helfen. Die Tatsache, dass den Lebewesen Bedürfnis und Unterhalt in einer Weise gegeben werden, die ihre Kapazität übersteigen, in unerwarteten Orten; die Rekonstruktion der Körperzellen mit Nahrungsteilchen, durch ihre Hingabe an Gott und ihr Wirken in Seinen Mitfühlenden Händen-all diese und zahlreiche andere Beispiele der Wahrheit der Kooperation demonstrieren die universelle und gnadenvolle Fürstlichkeit des Herrn der Welten, Der den Kosmos wie einen Palast verwaltet.

Feste, unbelebte und bewusstlose und unempfindliche Objekte, die nichtsdestoweniger miteinander in einer sensitiven und bewussten Form kooperieren, müssen mit Notwendigkeit veranlasst worden sein, einander zu Hilfe zu eilen durch die Kraft, durch das Mitleid und durch den Befehl des Gnadenvollen, Weisen und Ruhmreichen Herrgotts.

Die universale Kooperation, sichtbar im gesamten Kosmos, das allgemeine und umfassende Gleichgewicht und der umfassende Schutz mit äusserster Regelmässigkeit in allen Dingen, von den Planeten bis zu den Gliedern, Gliedmassen und Körperteilchen der Lebewesen; der Schmuck, dessen Feder über das vergoldete Gesicht der Nimmel gleitet, über das dekorierte Gesicht der Erde, und die fein geschmückten Gesichter der Blumen; die Ordnung, die über allen Dingen herrscht, von der Milchstrasse und dem Sonnensystem herab zu Früchten wie Mais und Granatäpfeln; die Zuweisung von Pflichten an alle Dinge, von der Sonne und dem Mond, den Elementen und den Wolken herab bis zu den Honigbienen: alle sind Funktionsträger Gottes-alle diese grossen Wahrheiten bieten ein Zeugnis von angemessener Grossartigkeit, und ihr Zeugnis bildet die zweite Schwinge des Zeugnisses, die vom Kosmos angeboten wird.

Da das Risale-i Nur dieses grosse Zeugnis begründet und erläutert hat, wollen wir uns mit diesem kurzen Hinweis bescheiden.

In kurzer Anspielung auf die Lektion des Glaubens, die unser Wanderer vom Kosmos lernte, sagten wir in der Achtzehnten Stufe des Ersten Teils:

"Es gibt keinen Gott ausser Gott, dem Notwendig Existierenden, Desgleichen nicht existieren kann. Ausser Ihm, dem Einen, dem einheitlichen Präger, sind alle Dinge willkürlich gemacht. Auf die Notwendigkeit Seiner Existenz in Einheit weist der Kosmos, das grosse Gestalt gewordene Buch, der personifizierte oberste Koran, der geschmückte und ordentliche Palast, die prächtige und gut angelegte Stadt, mit all seinen Suren, Versen, Buchstaben, Kapiteln, Teilen, Buchseiten und Linien, mit der Übereinstimmung seiner Grundlagen, Gestaltungen, Teile und Partikel, mit seinen Bewohnern und Inhalten, mit dem Eingehenden und mit dem Austretenden; mit dem Zeugnis der Erhabenheit, der Reichhaltigkeit, der Wahrheit des Erschaffenseins, des Wandels und des Willkürlich-Gemachten; mit dem Konsens aller Gelehrten der theologischen Wissenschaft; mit dem Zeugnis der Wahrheit des Wandels seiner Form und Inhalte, mit Weisheit und Regelhaftigkeit, und der Erneuerung seiner Buchstaben und Worte in Disziplin und Gleichgewicht; und mit dem Zeugnis der Erhabenheit, der Reichhaltigkeit, der Wahrheit der Kooperation, der gegenseitigen Erwiderung und Solidarität, der reziproken Fürsorge, Balance und Hut, unter all seinen Dingen (Wesen), durch Bezeugung und klare Schau (Vision). "

Der Wanderer hatte nun den Schöpfer der Welt gesucht, war durch achtzehn Grade vorangeschritten und war am Ende des Aufstiegs des Glaubens zum Throne der Wahrheit einer Station genaht, wo er direkt von der Erkenntnis des Ungesehenen angeredet wurde. Da wandte sich der glühende und nachforschende Wanderer an den eigenen Geist und sagte:

"In der edlen Eröffnungssure des Koran sind die Verse, die sich vom Beginn bis zum Worte Iyyaka (Dir allein) erstrecken, wie eine Form des Preises und des Lobpreisens, geäussert in der Abwesenheit des Gepriesenen. Aber das Wort Iyyaka bezeichnet das Hintreten in Seine Gegenwart und die direkte Anrede an Ihn. So sollten auch wir dieses Suchen in Abwesenheit und Trennung aufgeben und sollten fragen nach dem Objekt unserer Suche aus dem Zie1 unserer Suche. Denn man muss die Sonne, die alle Dinge zeigt, über die Sonne befragen, und das, was alle Dinge zeigt, wird sich selber klarer zeigen. Gerade wie wir die Sonne durch ihre Strahlen sehen und erfahren, so auch können wir danach streben, unseren Schöpfer zu erfahren, gemäss unseren Fähigkeiten, durch Seine Wunderschönen Namen und Heiligen Attribute."

Wir bringen hier mit der äussersten Kürze und Bündigkeit zwei der zahllosen Pfade, die zu diesem Ziele führen; zwei der unbegrenzten Grade dieser beiden Wahrheiten; und zwei der reichen Wahrheiten und Details dieser zwei Grade.

Die erste Wahrheit

Sichtbar erscheint unserem Auge eine umfassende, permanente, ordentliche und dräuende Wahrheit-eine, die wandelt, transformiert und erneuert alle Dinge im Himmel und auf Erden, mit gebieterischer und unaufhörlicher Aktivität. Innerhalb jener

in jeder Weise und die ganze Welt umfassenden und beherrschenden Aktivität wird sofort die Wahrheit der Manifestation der Fürstlichkeit begriffen, und wiederum innerhalb der Wahrheit dieser in jeder Weise gnadenvollen Manifestation der Fürstlichkeit ist erkennbar die Wahrheit der Epiphanie (Erscheinung) der Göttlichkeit.

Von dieser stetigen, weisen und gebieterischen Aktivität können die Taten eines All-Mächtigen und All-Weisen Täters ausgemacht werden, so wie hinter einem Schleier hervor. Hinter dem Schleier dieser nührenden und verwaltenden Taten der Fürstlichkeit können die Göttlichen Namen, manifest in allen Dingen, offenkundig wahrgenommen werden. Dann können hinter dem Schleier der Wunderschönen Namen, manifest mit Pracht und Schönheit, die Existenz und Realität der sieben heiligen Attribute abgeleitet werden, mit einem Grad der sicheren Erkenntnis, der nahe der visuellen oder sogar der experimentellen Gewissheit ist. Durch die Manifestation dieser sieben heiligen Attribute, gemäss dem Zeugnis aller Schöpfung, in einer lebengebenden, kraftvollen, erkenntnisfähigen, allhörenden, allsehenden, wollenden und sprachbegabten Form, erscheint dem Auge des Glaubens im Herzen-unvermeidbar, automatisch und mit voller Gewissheit-die Existenz eines Absolut Notwendig Existierenden, der durch diese Attribute beschrieben wird, ein Einzigartiger, bekommt durch diese Namen, ein Unvergleichlicher und Ewiger Tater, in einer Form offenkundiger und glänzender als die Sonne. Denn ein schönes und tiefschürfendes Buch setzt notwendigerweise den Akt des Schreibens voraus. Ein gutgebautes Haus setzt den Akt des Bauens voraus. Umgekehrt, die Akte des Schönschreibens und des Gutbauens setzen voraus die Namen der Schreiber und Baumeister, und die Titel der Schreiber und Baumeister beinhalten offensichtlich die Fertigkeiten und Attribute des Schreibens und Bauens. Diese Fertigkeiten und Attribute setzen zweifellos eine Person voraus, die qualifiziert ist durch die entsprechenden Namen und Attribute und die Fertigkeiten ausübt. Es ist nicht möglich, dass es eine Tat ohne Täter gibt oder einen Namen ohne den durch den Namen Bezeichneten. Gleicherweise ist es unmöglich, dass es ein Attribut gibt ohne den durch das Attribut Qualifizierten, und dass es ein Handwerk (Kunst) ohne den Handwerker (Künstler) gibt.

Auf der Basis dieser Wahrheit und dieses Grundsatzes ähnelt dann dieser Kosmos, mit all den Dingen, die er enthält, einer Sammlung tiefgründiger Bücher und Buchstaben, geschrieben mit der Feder der Vorhersehung und Programmierung*, oder er ähnelt zahllosen Gebäuden und Palästen, die mit dem Hammer der Kraft Gottes konstruiert sind. Jedes Stück des Kosmos ist in tausenderlei verschiedenen Weisen die Manifestation der unbegrenzten Taten des Mitfühlenden Herrgotts und die Manifestation der tausendundein Göttlichen Namen, welche die Quelle dieser Taten sind. Die Wunderschönen Namen sind wiederum die Manifestation ihrer Quelle, der sieben Attribute der transzendenten Glorie. Und schliesslich begründen diese sieben allesumfassenden und heiligen Attribute zahllose Hinweise und unbegrenzte Beweise von der absolut notwendigen Existenz in Einheit des Besitzers der Glorie, die ihre Quelle ist und den sie beschreiben. So geben gleichfalls die Schönheit, Gutheit, Wertigkeit und Vollkommenheit, die in allen Dingen enthalten sind, Zeugnis für die heilige Schönheit und Vollkommenheit der fürstlichen Taten, der göttlichen Namen, der ewigen Attribute und der glorreichen Qualitäten; sie zeigen auch dementsprechend auf die Vollkommenheit des heiligsten Geistwesens.

*Göttliche Vorhersehung: Es ist das "Göttliche Wissen", wodurch jedes Ding der Schöpfung, das entstehen soll, vorher geplant und festgelegt wird.

Die Wahrheit der Fürstlichkeit, die sich selbst manifestiert in der Wahrheit der Aktivität, offenbart sich und macht sich bekannt in Qualitäten und Akten, wie durch Erschaffen, Hervorbringen, Gestalten und Ins-Dasein-Bringen, mit Kenntnis und Weisheit; durch Vorhersehen und Programmieren; Formen und Verwalten und Verwandeln mit Regelmässigkeit und Gleichgewicht; durch Transformieren und Verändern, Absteigen-lassen und Vervollkommen-lassen, mit Zweck und Wille; und durch Füttern, Nähren und Gewähren von Grosszügigkeit und Wohltat, mit Zweck und Gnade. Und innerhalb der Wahrheit der Manifestation der Fürstlichkeit macht sich die Wahrheit der sofort erfassten Offenbarung der Göttlichkeit bekannt und erkannt mit den glorreichen und wunderschönen Manifestationen der schönen Namen der Barmherzigkeit und Grosszügigkeit und mit den sieben bestätigenden Attributen: Leben, Erkenntnis, Kraft, Willen, Hören, Sehen und Sprache

Gerade wie das Attribut der Sprache dos Heiligste Geistwesen bekannt macht durch Offenbarung und Inspiration, so macht auch das Attribut der Kraft das Geistwesen bekannt durch seine geschickten Werke und Wirkungen, wovon jedes wie ein Wort ist, das äussere Gestalt annimmt. Die Kraft zeigt den Kosmos von Ende zu Ende unter dem Aspekt eines Gestalt gewordenen Buches des Scharfsinns und beschreibt einen kraftvollen Besitzer der Glorie und macht ihn bekannt.

Was das Attribut der Erkenntnis anbelangt, so macht die Erkenntnis ein einziges Heiligstes Geistwesen bekannt, durch jedes der weisen, gutgeordneten und gutgefügten Gegenstände der Schöpfung, durch jedes Geschöpf, das durch Gottes Erkenntnis verwaltet, dirigiert, geschmückt und gesondert wird.

Was das Attribut des Lebens anbelangt, wird das Leben bewiesen nicht allein durch seine eigenen Offenkundigkeiten, sondern auch durch all die Werke, die Gottes Kraft verkünden, durch all die gutgeordneten, klugen, gutgefügten und geschmückten Formen und Zustände, die Gottes Wissen anzeigen. Und alle Beweise, die andere Attribute Gottes zeigen, zusammen mit den Beweisen des Attributs des Lebens, deuten auf die Wirklichkeit, auf das Attribut des Lebens. Indem das Leben auf alle belebten Wesen hinzeigt, die als reflektierende Spiegel für jene überreichen Beweise handeln, macht es ein Ewig-Lebendes und Welt-Erhaltendes Geistwesen bekannt.

Es ist auch dieses Attribut, das beständig den Kosmos umändert, um in ihm immerfrische und verschiedene Manifestationen und Muster zu erschaffen, und es verwandelt ihn in einen obersten Spiegel, der aus zahlreichen kleineren Spiegeln zusammengesetzt ist. In gleicher Weise offenbart und bekundet jedes der Attribute des Sehens und Hörens, des Wollens und Sprechens das Heiligste Geistwesen, gerade wie es tut.

Gerade wie die Attribute auf die Existenz des Besitzers der Glorie hinweisen, bedeuten sie dann auch in der offenkundigsten Art die Existenz und die Wirklichkeit des Lebens und die Lebendigkeit und die Permanenz dieses Geistwesens. Denn Erkennen ist ein Zeichen des Lebens; Hören ist ein Anzeichen für das Leben; Sehen gehört nur zum Lebenden; Wollen geschieht nur mit dem Leben. Zweckhafte Kraft wird nur im Lebendigen gefunden; und Sprache ist eine Aufgabe für jene, die mit Erkenntnis und Leben ausgestaltet sind.

Es folgt aus den vorhergehenden Punkten, dass das Attribut Leben Beweise hat, siebenmal so zahlreich wie der Kosmos, und Zeugnisse, die seine Existenz verkünden und die Existenz Dessen, Den es auszeichnet. So wird Leben das Fundament und die Quelle all der Attribute und wird Ursprung und Stütze des Obersten Namens. Da das Risale-i Nur diese erste Wahrheit mit kraftvollen Beweisen begründet und erläutert hat, bescheiden wir uns nun mit einem Tropfen aus diesem Ozean.

Die zweite Wahrheit

Göttliche Rede, die aus dem Attribut der Sprache hervorgeht.

"Würde das Meer Tinte für meines Herrn Worte..."

Yukarý